Aber welche Konsequenzen hat das für Webseitenbetreiber, insbesondere für das Webdesign und technische SEO-Massnahmen? Die Antworten finden Sie im folgenden Beitrag.
DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:
- Der Googlebot lädt nur die ersten 2 MB einer HTML-Datei herunter, wobei lediglich der Quellcode zählt und nicht die aus separaten Dateien geladenen Ressourcen.
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Ist die HTML-Datei grösser als 2 MB, werden nur die ersten 2 MB der Datei an die Indexierungssysteme und Web-Renderingdienste von Google weitergeleitet, als ob es sich dabei um die vollständige Datei handeln würde.
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Für die Ressourcen aus separaten Dateien gilt ein eigenes Google-Crawling-Budget.
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Mediale Inhalte (etwa Inline-Base64-Bilder), CSS-Styles, JavaScript und Schriftarten sollten in externe Dateien ausgelagert werden.
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Einseiten-Websites sowie Endlos-Scroll-Webseiten sollten vermieden und Code möglichst minimiert werden.
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Die wichtigsten Elemente sollten oben in der HTML-Datei platziert werden.
Inhaltsverzeichnis
Was ist Google-Crawling?
Der Begriff Google-Crawling bezieht sich auf sogenannte Bots von Google, also auf automatisierte Softwareprogramme, die systematisch das Internet durchsuchen, Webseiten herunterladen und analysieren.
Früher, als es nur ein Produkt von Google gab, nämlich nur die Google-Suche, existierte auch nur ein Crawler: der sogenannte Googlebot. Heute gibt es viele verschiedene Google-Produkte mit jeweils eigenen Crawlern, etwa Google Ads mit dem AdsBot und dem AdSense-Bot oder Google Shopping mit dem Google StoreBot. Ausserdem gibt es noch spezielle Googlebots für Bilder und Videos.
Senkung vom Google-Crawling-Budget des Googlebots
Anfang Februar 2026 hat Google das Google-Crawling-Budget des Googlebots in seiner Dokumentation bezüglich der unterstützten Dateitypen von 15 MB auf 2 MB angepasst. PDFs geniessen eine Ausnahme in Höhe von 64 MB Crawl-Budget.
Zu den unterstützten Dateitypen, die der Googlebot crawlen kann, gehören insbesondere die HTML-Datei. Sind in der HTML-Datei aber andere Ressourcen referenziert, gilt für diese ein eigenes Limit von 2 MB. Ausgelagerte Dateien von Medien, Schriftarten und einige exotische Dateien werden jedoch anders gehandhabt. So können zum Beispiel Bild- und Video-Crawler ganz eigene Crawl-Limits haben, die laut Google vom Produkt abhängen, für das die jeweiligen Daten abgerufen werden.
Ist das 2 MB-Limit erreicht, wird der Abruf durch den Googlebot beendet und nur der bis zum 2 MB-Limit heruntergeladene Teil der Datei an die Indexierungssysteme und die Web-Renderingdienste von Google weitergeleitet. Diese Datei wird dann so behandelt, als ob es eine vollständige Datei wäre.
Für andere Crawler der Google-Crawling-Infrastruktur, etwa für die Google-Werbung-Crawler oder den Google-Shopping-Crawler, gilt weiterhin das 15 MB-Limit.
Folgen des geringeren Crawling-Budgets
Aber was sind die Folgen vom geringeren Google-Crawling-Budget für das Webdesign und etwaige technische SEO-Massnahmen?
Das Webdesign, also die visuelle, funktionale und strukturelle Gestaltung einer Website, kann von der Crawl-Budget-Reduzierung durch Überschreitung des 2 MB-Limits betroffen sein, wenn zum Beispiel ein extrem langer «One-Pager» gebaut wurde. Dabei handelt es sich um eine Einseiten-Website, bei der alle Inhalte auf einer einzigen Webseite statt auf mehreren Unterseiten dargestellt werden.
Auch in der HTML-Datei eingebettete mediale Inhalte wie Inline-Base64-Bilder als SVG-Grafiken, CSS-Styles und eingebettete Schriftarten können die HTML-Datei unnötig auf über 2 MB aufblähen. Genauso können Endlos-Scroll-Seiten zum Problem werden, auf denen eine riesige Menge an Content dargestellt wird.
Bei Online-Shops können extrem grosse Produkt-Kataloge problematisch sein, die als JSON in der HTML-Datei eingebettet sind. Oder man denke an Finanz-Portale mit umfangreichen Daten-Tabellen. Auch in die HTML-Datei eingebettete Rechner können das 2 MB-Limit überschreiten.
Bei komplexen Webseiten kann es auch vorkommen, dass HTML-Dateien allein aufgrund der Komplexität der Anfragen die 2 MB-Grenze überschreiten.
In Bezug auf das Ausmass der von der Google-Crawling-Budget-Reduzierung betroffenen Webseiten kann man aber Entwarnung geben. Der SEO-Tool-Anbieter Seobility hat in einer Untersuchung herausgefunden, dass nur ein winziger Teil der untersuchten Webseiten von der Reduzierung des Google-Crawl-Budgets betroffen ist. Denn bei den rund 44,5 Millionen untersuchten Webseiten, hatten lediglich 0,82 Prozent eine HTML-Datei, die grösser war als 2 MB.
Lesen Sie auch unseren Artikel: «Webdesign und SEO: Wie beides miteinander zusammenhängt»
Massnahmen zur Reduzierung der HTML-Datei-Grösse
Als technische SEO-Massnahmen zur Reduzierung der HTML-Datei-Grösse empfehlen sich unter anderem die folgenden:
- mediale Inhalte wie Inline-Base64-Bilder in separate Dateien auslagern
- CSS, JavaScript und Schriftarten in separate Datei auslagern
- Nutzung von Unterseiten statt einer Einseiten-Website
- Verzicht auf Endlos-Scroll-Seiten
- Code-Minimierung
Ausserdem empfiehlt Google, die wichtigsten Elemente einer HTML-Datei oben in der HTML-Datei zu platzieren. Sollte eine HTML-Datei wider Erwarten doch über die 2 MB-Grenze geraten, werden dann zumindest die wichtigsten Elemente an die Indexierungssysteme übermittelt. Zu diesen wichtigen Elementen zählt Google unter anderem Meta-Tags, <title>-Elemente, <link>-Elemente, kanonische URLs sowie wichtige strukturierte Daten.
Kostenlose Erstberatung zum Google-Crawling-Budget
Sie möchten wissen, ob auch Ihre Webseiten von der Reduzierung des Google-Crawling-Budgets des Googlebots betroffen sind? Gerne analysieren unsere Fachleute von der Online-Marketing-Agentur «Lüchinger & Experten» Ihre Website.
Kontaktieren Sie uns einfach telefonisch oder per E-Mail, um eine kostenlose Erstberatung zum Google-Crawling-Budget zu erhalten und/oder einen unverbindlichen Kostenvoranschlag für eine diesbezügliche Website-Analyse:
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FAQs zum Thema «Google-Crawling-Budget»
Was ist der Unterschied zwischen Google Crawling und Indexierung?
Beim Crawling geht es darum, dass Crawler, etwa von Suchmaschinen wie Google, das Internet nach Webseiten durchsuchen, deren Inhalte herunterladen und analysieren. Damit sind diese gecrawlten Webseiten aber noch nicht automatisch in der Google-Suche indexiert. Für die Indexierung einer Webseite bei Google muss diese bestimmte Kriterien erfüllen, insbesondere hochwertige Inhalte bereitstellen, die für die Google-Nutzer einen Mehrwert bieten.
Kann man das Google-Crawling beschleunigen?
Ja, man kann das Google-Crawling einer Webseite beschleunigen, indem man in der Google Search Console für eine noch nicht indexierte URL die Indexierung beantragt. Das hat zur Folge, dass Google diese URL zu einer bevorzugten Crawling-Warteschlange hinzufügt.
Gilt das 2 MB-Limit beim Google-Crawling Budget für komprimierte oder unkomprimierte Daten?
Google sagt in seiner Dokumentation explizit, dass die Beschränkung der Dateigrösse auf 2 MB für die unkomprimierten Daten gilt.
Wie gross ist der Medianwert bei Webseiten in Bezug auf den Verbrauch von HTML-Ressourcen?
Die Organisation «HTTP Archive» hat festgestellt, dass im Jahr 2025 der Medianwert in Bezug auf die verwendeten HTML-Ressourcen einer Webseite bei 22 KB lag, sowohl bei mobilen Websites als auch bei Desktop-Websites.
Wenn die HTML-Datei über 2 MB hat, rankt die Webseite dann nicht bei Google?
Eine Webseite mit einer HTML-Datei, die über 2 MB gross ist, kann trotzdem bei Google ranken, sofern der entscheidende Content und die wichtigsten Elemente im oberen Teil der HTML-Datei enthalten sind, also innerhalb der ersten 2 MB.

